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Was im Oktober am Dach kontrolliert gehört, warum Schneefanggitter im Raum München ein Haftungsthema sind und wie eine Drohne den Gerüstaufbau erspart.
Ein Dachschaden kündigt sich selten an. Er zeigt sich im Januar als feuchter Fleck an der Zimmerdecke — und dann ist es kalt, das Dach vereist, und jeder Handwerker in München hat volle Auftragsbücher.
Der Herbst ist deshalb der richtige Moment für eine Kontrolle. Nicht, weil im Oktober etwas anderes zu sehen wäre als im Juni, sondern weil danach die Bedingungen für eine Reparatur schlechter werden — und die Belastung steigt.
Schneelast. Der Raum München liegt in einer Region mit spürbaren Schneelasten, und Richtung Voralpen nimmt das zu. Nasser Schnee wiegt ein Vielfaches von trockenem Pulverschnee. Eine Konstruktion, die im Sommer unauffällig ist, kann unter dieser Last an vorgeschädigten Stellen nachgeben.
Frost-Tau-Wechsel. Wasser dringt in einen Haarriss, gefriert, dehnt sich aus und macht den Riss größer. Im Raum München passiert dieser Wechsel jeden Winter dutzendfach. Ein kleiner Schaden im November ist im März ein großer.
Eisstau in der Dachrinne. Verstopfte oder eingefrorene Rinnen lassen das Wasser über den Rand laufen. Es gefriert an der Fassade, dringt in Fugen und Anschlüsse — und arbeitet dort weiter.
Von unten sichtbar:
Von innen, im Dachboden:
Nach dem letzten Sturm: ein Blick auf den Boden rings ums Haus. Ziegelsplitter im Beet sind ein Hinweis, den man leicht übersieht.
Ein Punkt, der in Bayern regelmäßig unterschätzt wird: Dachlawinen.
Rutscht Schnee von einem Dach auf einen Gehweg, ein Auto oder einen Menschen, stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Maßgeblich ist dabei, was am jeweiligen Ort ortsüblich ist — in schneereichen Lagen kann von einem Eigentümer erwartet werden, dass er Schneefanggitter anbringt, besonders bei steileren Dächern über Verkehrsflächen.
Einige Gemeinden regeln das zusätzlich in ihren Satzungen. Wer ein Haus mit steilem Dach direkt am Gehweg besitzt, sollte das nicht auf sich beruhen lassen.
Und wo Gitter vorhanden sind: Sie müssen halten. Ein verrostetes oder nur eingehängtes Gitter, das unter der Last aufgibt, ist gefährlicher als keines — dann kommt der Schnee samt Metall herunter.
Der klassische Weg zur Dachkontrolle führt über Leiter oder Gerüst. Beides ist aufwendig, bei Steildächern gefährlich, und ein Gerüst kostet oft mehr als die eigentliche Reparatur.
Wir arbeiten deshalb mit Drohnenaufnahmen. Der Vorteil ist nicht nur die Sicherheit:
Bei einem Verdacht auf Sturmschaden ist die Reihenfolge wichtig: erst dokumentieren, dann reparieren. Ein bereits behobener Schaden lässt sich gegenüber der Versicherung kaum noch belegen.
Kleinere Arbeiten — Ziegel tauschen, Rinne reinigen, ein Anschlussblech nachsetzen — sind bis in den Winter hinein möglich, solange es trocken und frostfrei ist.
Größere Arbeiten — Teilsanierung, Neueindeckung, Arbeiten an der Dämmung — brauchen ein Zeitfenster mit verlässlichem Wetter. Wer im Oktober feststellt, dass das Dach eine Sanierung braucht, sollte sie fürs Frühjahr planen und den Winter mit einer Notabdichtung überbrücken.
Das ist ein weiterer Grund für die Kontrolle jetzt: Der Unterschied zwischen „im Oktober entdeckt" und „im Januar entdeckt" ist oft der Unterschied zwischen einer geplanten Maßnahme und einem Notfall.
Wenn ohnehin jemand am Haus ist, lohnt sich die Runde:
Die Herbstrunde kostet wenig Zeit und verhindert die teure Variante. Prüfen Sie Ziegel, Rinnen, Anschlüsse und Schneefanggitter, schauen Sie einmal auf den Dachboden, und dokumentieren Sie den Zustand — am besten in Bildern.
Wenn Sie das nicht selbst machen möchten oder das Dach schwer einsehbar ist: Sprechen Sie uns an. Eine Drohneninspektion ist in einer Stunde erledigt und Sie haben die Aufnahmen anschließend in der Hand.